Diese Seite ist Teil von www.didisworld.com
Reinbeker Schlosspark
Stand: 25.06.05   

NEUER SICHERHEITSDIENST VERBIETET BETRETEN DES SCHLOSSPARKS AN WOCHENENDABENDEN

25.06.05 - Aufklärungskampagne erfolgreich gestartet
Am gestrigen Freitag traf sich die Arbeitsgruppe "Schloßparkpaten" zum ersten Mal, um Schloßparkbesucher darauf aufmerksam zu machen, ihren Müll zu entsorgen und Rücksicht auf Anwohner zu nehmen. Ein erstes Treffen fand um 18 Uhr statt, wurde jedoch schnell auf 22 Uhr vertagt, da zu diesem Zeitpunkt nur etwa ein Dutzend Besucher friedlich im Park saßen.

Um 22 Uhr begannen dann Bürgermeister Palm und Herr Machill (Chef des Sicherheitsdienstes) zusammen mit einer Hand voll Leuten aus Stadtverwaltung und Schloß sowie zwei Schloßparknutzern ihren Rundgang durch den Schloßpark und verteilten Flyer, die auf die momentane Problematik aufmerksam machen. Rund 50 abendliche Schloßparknutzer konnten so erreicht werden. Die Resonanz auf diese Aktion war größtenteils positiv, der Sicherheitsdienst wurde nicht verweisend tätig. Sollte sich am gestrigen Abend im Gespräch zwischen Herrn Palm und Herrn Machill die Aufgabendefinition des Sicherheitsdienstes dahingehend geklärt haben, daß zukünftig niemand des Parks verwiesen wird, so wäre es wünschenswert, diese Aktion in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Nachfolgend der Text des verteilten Flyers:

Erhaltet den Schlosspark!

Der Reinbeker Schloßpark ist ein attraktiver Treffpunkt für viele Menschen, auch für uns Jugendliche.

Durch einige Vorfälle der letzten Zeit (Müll, Vandalismus, Ruhestörung) wird diskutiert, den Park für eine öffentliche Nutzung zu schließen.

Wir haben es alle in der Hand, uns für den Erhalt dieses Treffpunktes einzusetzen.

Deshalb bitten wir euch:

  • Nehmt Flaschen und Müll wieder mit oder entsorgt ihn in den vorhandenen Mülleimern

  • Verhaltet euch so, dass andere in eurer Umgebung sich nicht belästigt fühlen

Macht bitte auch andere Nutzer des Parks auf diese Zusammenhänge aufmerksam!

24.06.05 - Schloßparkpaten laufen ins offene Messer
Am gestrigen Donnerstag, dem 23.06., fand die letzte Sitzung des Hauptausschusses der Stadt Reinbek statt. Dort wurde von einer Bürgerin Unmut darüber geäußert, daß die Hunde des Wachdienstes ohne Maulkorb geführt werden und machte sich Sorgen insbesondere im Hinblick auf die Open-Air Kinoveranstaltung des Filmruings im August diesen Jahres im Schloßpark, da dort viele Kinder herumtollen würden, der Wachdienst aber abends mit Hunden den Park durchstreife.

Ansich war ich wegen des einzigen öffentlichen Tagesordnungspunktes dort hingegangen, da jedoch das Thema Schloßpark nun angesprochen war, stellte ich die Frage nach der Aufgabe des Sicherheitsdienstes.

Während man in den vergangenen Wochen in der Presse lesen konnte, daß "niemand, der sich 'artig' verhält, des Parks verwiesen werden soll", wie unser Bürgermeister immer wieder betonte, beschrieb der Wachdienst am vergangenen Freitag seine Aufgabe damit, seit Anfang an dafür sorgen zu sollen, daß sich abends niemand im Schloßpark aufhält. Meine Frage - auch in Hinblick auf die Arbeitsgruppe "Schloßparkpaten", die im guten Glauben ab heute Abend Gespräche mit den abendlichen Schloßparknutzern suchen werden - zielte u.a. darauf, ob der Bürgermeister dem Chef des Sicherheitsdienstes die Anordnung, friedliche Leute nicht des Parks zu verweisen, weitergegeben hat, dieser diese Aufgabe jedoch nicht weiterdelegierte, oder ob der Bürgermeister seinen Auftrag an den Sicherheistdienst entgegen seiner Aussagen in der Öffentlichkeit und der Presse bisher nicht modifiziert hat.

Als Antwort bekam ich ein Fünf-Minuten-Statement, in dem neben vielen persönlichen und teilweise verleumdenden Behauptungen mit keinem Wort auf die Aufgaben des Sicherheitsdienstes eingegangen wurde. Weder bestätigte der Bürgermeister seine Aussagen der letzten Wochen, noch wurde auf die genauen Aufgaben des Sicherheistdienstes eingegangen. Fest steht nur, daß die Betreten-Verboten-Schilder "damals aufgestellt worden sind, um überhaupt eine Handhabe zu haben". Somit wurde ziemlich direkt die Existenz einer rechtlichen Grundlage - nämlich einer Hausordnung / Nutzungssatzung für den Schloßpark - verneint.

Aus der Nichtbeantwortung meiner Frage nach der Aufgabe des Sicherheitsdienstes muß ich zur Zeit die Schlußfolgerung ziehen, daß der Bürgermeister entgegen seinen Ausführungen in der Presse weiterhin das Ziel verfolgt, den Schloßpark in den Abendstunden durch den Sicherheitsdienst räumen zu lassen, egal ob man sich friedlich verhält, seinen Müll wieder mitnimmt oder auch sonst nicht auffällig verhält. Meine Befürchtungen bezüglich der "Schloßparkpaten" hat sich als vollkommen gerechtfertigt herausgestellt. In gutem Glauben ob der Presseartikel und Äußerungen unseres Bürgermeisters auf der Jugendversammlung am vergangenen Mittwoch gehen diese weiterhin davon aus, daß die abendliche Nutzung des Parks nicht unterbunden werden soll, wenn die Nutzer keinen unnötigen Lärm verursachen und ihren Müll wieder mitnehmen. Diejenigen, die sich ehrenamtlich und im Glauben, etwas Positives zu erreichen, jetzt aktiv um den Schloßpark als Erholungsfläche füür alle kümmern, werden hier nach Strich und Faden verarscht!

Bitte denkt daran: Die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes können nichts dafür, daß ihr Chef ihnen den Auftrag erteilt, den Park abends komplett zu räumen. Sie sind diejenigen, die die geringste Schuld trifft. Deren Chef, der sich auf keiner weiteren Veranstaltung vor Ort über die Aussagen unseres Bürgermeisters informiert hat, sollte sich hingegen einmal vergewissern, auf welcher rechtlichen Grundlage er seinen Mitarbeitern befiehlt, die Grundrechte der abendlichen Schloßparkbesucher (gemeint sind die 90% "artigen" Besucher!) abzuerkennen.

Und Herr Palm: Hören Sie bitte endlich auf, die Information auf dieser Seite als "Hetze" zu bezeichnen. Sie haben ganz offensichtlich Mist gebaut in der Hoffnung, die "dummen" Jugendlichen ohne großes öffentliches Interesse zu wecken aus dem Schloßpark vertreiben zu können. Dies schlug fehl, doch anstatt den Fehler einzugestehen und ehrliche Gespräche mit den betroffenen Parknutzern zu führen, versuchen Sie durch pressewirksame Märchen und Zusagen gegenüber den betroffenen Parknutzern ihr Fehlverhalten zu rechtfertigen und benutzen hierfür sogar den Verein "Freunde des Schlosses" und dialogbereite Bürger, damit diese sich in einer gut gemeinten Arbeitsgruppe zum Sündenbock machen lassen.
Zum Sicherheitsdienst: Ich habe diesen nie komplett in Frage gestellt. Wenn Sie meinen, daß dieser notwendig ist, um Zerstörungen und Gewaltausbrüche zu unterbinden - bitte sehr. Etliche abendliche Parkbesucher würden sich darüber freuen. Es geht einzig um die Aufgabendefinition des abendlichen Rausschmisses, mehr nicht.


22.06.05 - Gründung der Arbeitsgruppe "Schloßparkpaten
Am heutigen Mittwoch trafen sich einige Schloßparknutzer, Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats, Anwohner und Freunde des Schlosses im Juz, um eine Arbeitsgruppe "Schloßparkpaten" zu gründen. Ziel dieser Arbeitsgruppe soll es sein, durch Präsenz im Park und Gesprächen mit abendlichen Schloßparknutzern dazu beizutragen, daß weniger Müll im Park liegenbleibt und gegenseitige Rücksichtnahme gerade in Hinblick auf gelegentlich entstehende Lärmbelästigungen zu erzielen. Am Freitag, 24.06.05, wird der Arbeitskreis zusammen mit Bürgermeister Palm erstmalig Gespräche mit abendlichen Schloßparknutzern suchen und mit einem Flyer für mehr Toleranz und Umweltbewußtsein werben.

Ich persönlich habe die Arbeitsgruppe auf Grund der Vorfälle vom vergangenen Freitag bereits nach fünf Minuten verlassen, nachdem ich versucht habe, meine Bedenken gegenüber der Gründung der Arbeitsgruppe zu diesem Zeitpunkt darzulegen. Hier finden sich Parknutzer UND Anwohner zusammen, um dem gemeinsamen Ziel, den Schloßpark in seiner Funktion so wie er bisher war zu erhalten. Dies funktioniert jedoch nur, wenn sich gegenseitiges Vertrauen zwischen den Parknutzern und der Arbeitsgruppe bildet. Nachdem der Bürgermeister jedoch monatelang pressewirksam verkünden ließ, daß der Sicherheitsdienst keinesfalls verweisende Aufgaben habe, dieser am vergangenen Wochenende jedochmehrmals deutlich machte, daß dem nicht so sei und die Aufgabe, abendliche Nutzer des Parks zu verweisen, noch immer aktuell sei, ist die Basis fü einen Vertrauensaufbau in meinen Augen nicht gegeben. Sollten nach der Aufklärungsaktion erneut Verweise ausgesprochen werden, so ist die Glaubwürdigkeit der Arbeitsgruppe mehr als gefährdet. Sobald die rechtiche Situation und die Aufgaben des Sicherheitsdienstes eindeutig geklärt sind, stehe ich für die Arbeitsgruppe jederzeit wieder zur Verfügung.

19.06.05 -
Am Samstag, dem 18.06.05, war es trotz des schönen Wetters sehr ruhig im Schloßpark. Gegen 23 Uhr befanden sich zwei jeweis etwa 15 Pesronen umfassende Gruppen im Park, eine davon hatte sich mit Picknickdecke und Teelichtern auf der Wiese zwischen Schloß und Mühlenteich niedergelassen und feierte friedlich den Abschied einer Freundin, die nächste Woche aus Reinbek wegzieht. Die andere Gruppe hatte sich ebenfalls eine Picknickdecke mitgebracht und veranstaltete ein ebenso friedliches Sit-In in der nord-östlichen Ecke des "großen" Schloßparks. Beide Gruppen stellten die typischen Schloßparknutzer dar, viele von denen hatten sich sogar am letzten Mittwoch dafür eingesetzt, den Schloßpark zu erhalten und sich für die Mitarbeit in der gelanten "Arbeitsgruppe Schloßpark" eingetragen. Trotzdem wurden beide Gruppen gegen 23:30 vom Sicherheitsdienst sehr freundlich und gesprächsbereit (nicht so wie am Freitag!) aufgefordert, den Park zu verlassen.

Heute sprach mich außerdem ein junger Reinbeker an, der mir davon berichtete, daß er und sein Kumpel am Freitag gegen Mitternacht ebenfalls von dem inzwischen dann sechsköpfigen Wachteam vom Steg am Mühlenteich verwiesen wurde mit der Begründung, der Park sei in den Abendstunden gesperrt. Beide waren gerade von einem einjährigen Auslandsaufenthalt wiedergekehrt und waren sehr überrascht, zumal der Sicherheitsdienst davon sprach, daß es seit Jahren regelmäßig zu Krawallen im Schloßpark käme. Als regelmäßiger Schloßparknutzer seien dem Reinbeker - außer einem einzigen Vorfall am Vatertag 2003 - bis zu seiner Abreise ins Ausland vor einem Jahr jedoch keine Krawalle o&a¨. aufgefallen.

18.06.05 - Reinbek wird Polizeistaat
All die schönen Versprechungen, die unser Bürgermeister Detlef Palm in den letzten Wochen gegenüber betroffenen Schloßparknutzern sowie der Presse getätigt hat, sind ganz offensichtlich gelogen. Entgegen seinen seit Wochen anhaltenden Versprechungen wurde der Sicherheitsdienst am gestrigen Freitag, dem 17.06.05, tätig und verwies gegen 23 Uhr zwei friedliche und noch nicht einmal durch einen bemerkbaren Geräuschpegel auffallende Gruppen des Schloßparks. Nachdem die aus zwei Personen bestehende Patrouille (diesmal mit angeleintem Hund) bereits eine komplette Runde ohne Ansprache der Parknutzer absolviert hatte, kam sie kurze Zeit später auf unsere Gruppe von sechs Leuten zu mit der Bitte, den Park in Naher Zukunft zu verlassen. Auf die Frage nach der Begründung verließ sie die Freundlichkeit und sie merkten barsch an, daß "Herr Wöhrmann die Regelung kennen müsse, daß sie die Aufgabe hätten, zwischen 22 Uhr und 1 Uhr den Park zu räumen". Auf die Nachfrage, in wie fern zumindest unsere Gruppe denn auffällig geworden sei hieß es lapidar, daß sie bereits seit über einem Monat die gleiche Anweisung - Räumung des Parks nach 22 Uhr - haben. Somit werden sämtliche Beteuerungen des Bürgermeisters, die friedliche abendliche Nutzung, die traditionell bereits seit Jahrzehnten besteht, nicht unterbinden zu wollen, zu Seifenblasen.

Die Security war sehr schnell dabei, jetzt von ihrer Seite die Polizei zu verständigen, was sich dadurch erübrigte, daß eine Polizeistreife gerade vorher das Jugendzentrum (!!!) inspizierte und von dort einen Kontrollgang durch den Schloßpark anstrebte. Die beiden extrem unfreundlichen Beamten, Herr Gutsch und ein Kollege, dessen "Namen nichts zur Sache tut" (Zitat dieses Polizisten, eine Frechheit!), erteilten sofort ohne Begründung einen Platzverweis unter Androhung einer "Nacht in der Zelle". Begründung: Das Betreten des Schloßparks sei nach 22 Uhr nicht gestattet. Sie kennen die Nutzungssatzung, in der dieses geschrieben steht, waren aber nicht in der Lage, uns diese vorzuweisen. Auf die Aufforderung hin, uns den Platzverweis bitte schriftlich zu erteilen, erteilten sie Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs (§ 132 StGB). Hier stellte sich heraus, daß lediglich der Hausherr eine solche Anzeige schreiben kann, und auf Nachfrage, wer das denn sein soll, erwiederten die Beamten, dies sei der Bürgermeister.

Somit hat der Bürgermeister am Freitag, dem 17.06.05, abendliche Schloßparknutzer wegen Hausfriedensbruch angezeigt. Es lag KEIN Müll herum, es wurde sich LEISE unterhalten und im Schloß fand zeitgleich KEINE Veranstaltung statt.

Interessant ist ebenfalls, daß zwei andere Personen und ich (zwei davon um die 30 Jahre alt) gerade fünf Minuten zuvor in den Park gingen um nach dem Rechten zu schauen und dabei einzelne liegengebliebene Flaschen aus anderen Teilen des Parks im Mülleimer entsorgt hatten. Wenn dies der Dank dafür ist, sich ein wenig um den Park zu kümmern, bin ich nicht bereit, an einer Arbeitsgruppe zur Aufklärumg der Parknutzer bezüglich Müll u.a. mitzuwirken.

Lieber Bürgermeister, nach diesem Vorfall bin ich es leid, Ihre ständigen Lügen, daß der Sicherheitsdienst eigentlich niemanden des Parks verweisen soll und daß Sie die jahrelange, traditionelle Nutzung des Schloßparks nicht unterbinden wollen, weiterhin positiv zu bewerten, denn offensichtlich scheinen Ihnen alle Mittel recht zu sein, friedliche Besucher aus dem Schloßpark zu verweisen, da Sie und Ihre Stadt die Kultur im Schloß jedes Jahr mit mehr als 400.000€ unterstützen, einem Vielfachen dessen, was jährlich der Jugendarbeit zu Gute kommt.

17.06.05 - Ergebnis der Schloßparknutzerversammlung
Am Mittwoch, dem 15.06.05, fand im Reinbeker Schloß eine "Jugendversammlung" statt, zu der alle Schloßparknutzer, Anwohner, Freunde des Schlosses und alle Interessierten eingeladen waren, ursprünglich, um die vom Bürgermeister so titulierten "10 Gebote" für ein Miteinander im Schloßpark zu formulieren. Nach einer längeren, sehr qualifizierten Diskussion, in der sich sehr schnell herauskristallisierte, daß längst nicht alle Schloßparknutzer randalieren und es sich hierbei um eine sehr kleine Minderheit von etwa drei bis zehn Prozent handelt, folgte eine Ideensammlung, bei der man jedoch teilweise das Gefühl hatte, es gehe eher um generellen Alkoholmißbrauch als um die Schloßparkthematik.

Von Seiten des neu gewählten Kinder- und Jugendbeirats kamen die Anregungen, statt mit einem Sicherheitsdienst die Parkbesucher zu vertreiben, Sozialarbeiter einzusetzen, die sich vor Ort um die auffälligen Personen kümmern und evtl. Projekte wie Bau eines Grillplatzes mit Unterstand ins Leben rufen, damit sich die Parknutzer noch mehr mit ihrem Park identifizieren. Dies wurde von Bürgermeister Palm, der sowohl für sich selbst wie auch für die Reinbeker Verwaltung sprach, ansatzweise zwar gelobt, jedoch sei eine direkte Jugendarbeit im Schloßpark unerwünscht, da sich dies nicht mit den im Schloß gebotenen kulturellen Veranstaltungen und damit verbundenen zahlungskräftigen Besuchern vertrage.

Anstatt die zehn Gebote aufzustellen ist man zu der Übereinstimmung gekommen, daß Verwaltung, interessierte Bürger und junge Schloßparknutzer in Zukunft gemeinsam abends den Schloßpark aufsuchen, um nach dem Rechten zu sehen. Erster Schritt hierfür ist die Gründung einer Aktionsgruppe Schloßpark, zu der am Mittwoch um 19 Uhr alle Interessierten ins JUZ eingeladen sind. Am Freitag, 24.06., soll dann erstmals versucht werden, zusammen mit Bürgermeister Detlef Palm, der sein Kommen zugesagt hat, das Gespräch mit den Parknutzern vor Ort zu suchen. Hierbei soll es in erster Linie um Aufklärung gehen, daß Ihr Euren Müll bitte nicht liegenlaßt und den Park ansich pfleglich behandeln sollt.

Interessant ist noch die Idee von Prof. Dr. Rolf Bettaque, Vorsitzender des Vereins Kontakt e.V., zusammen mit dem Sicherheitsdienst, der Polizei und anderen Freiwilligen Eingangskontrollen am Schloßpark durchzuführen und den "mitgebrachten Alkohol zu beschlagnahmen". Herr Specht, Leiter der Reinbeker Polizeidienststelle, erklärte hierzu jedoch, daß dies rechtlich überhaupt nicht möglich sei. Selbst wenn der Park, für den es übrigens KEIN Hausrecht gibt, eine Nutzungssatzung bekäme, dürfe kein Alkohol "beschlagnahmt" werden, sondern müsse nach Verlassen des Parks wieder ausgehändigt werden. Ebenfalls wurde von Seiten der Polizei angemerkt, daß der Sicherheitsdienst zwar patroullieren dürfe, jedoch niemanden selbständig des Parks verweisen dürfe, da er nur dann das Hausrecht ausüben dürfe, wenn es einen Hausherren gebe. Die Möglichkeit, die Polizei hinzuzurufen, hat er jedoch.

Mehr zum Inhalt der Diskussionsrunde erfahrt Ihr auf einer Extraseite.

06.06.05 - Nachtrag
Bereits kurz vor Beginn des Gewitters am letzten Freitag gegen 22:30 erschien der Sicherheitsdienst im Schloßpark, nicht, wie berichtet, erst um Mitternacht. Offensichtlich kam es jedoch erfreulicher Weise zu keinerlei Verweisen aus dem Park.

Lieber Herr Palm, ich denke, so ist es uns allen recht, wenn Patroullien unterwegs sind und nach dem rechten schauen, ohne dabei die friedlichen Parkbesucher zu vertreiben.

04.06.05 - Ruhiger Abend trotz Veranstaltung im Schloß
Rund 60 junge Parkbesucher tummelten sich am gestrigen Freitag, dem 03.06.05, abends im Schloßpark, wobei zeitgleich eine Veranstaltung mit Nutzung von Teilen des Schloßparks im Schloß Reinbek stattfand. Bis um 22:30 Uhr kam es zu keinerlei Zwischenfällen, auch wurde bis dahin der Sicherheitsdienst nicht gesichtet. Danach beendete ein kräftiges Gewitter sämtliche Nutzungen des Parks. Gegen Mitternacht befanden sich erneut etwa 15 Personen im Schloßpark. Aus dem Schloß ertönte Marianne Rosenberg in einer Lautstärke, die bis zur Ladestraße hörbar war; der Sicherheitsdienst patroullierte jetzt durch den Schloßpark, ohne verweisend den friedlichen spätabendlichen Nutzern gegenüber tätig zu werden.

03.06.05 - Beinflussung der Politik?
Nachdem am Mittwoch, 01.06., während des Gespräches zwischen Park- und Schloßnutzern ein weiterer Termin vereinbart wurde, an dem Ideen für eine zukünftige Nutzung des Schloßparks besprochen werden sollten und Bürgermeister Palm "überzeugt davon [war], daß die Politik einer Nutzungssatzung einstimmig zustimmen wird", erhielten die Reinbeker Kommunalpolitiker am gestrigen Donnerstag eine Beschreibung der Grundlagen für den Sicherheitsdienst im Schloßpark. Herr Palm prangert hier erneut die zunehmende Randale an, ohne konkrete Beispiele zu liefern. Als "Beweis" ist ein Protokoll des Chefs des Sicherheitsdienstes angefügt, der die Situation im Schloßpark als reinste Katastrophe darstellt. Völlig überzogen und teilweise sachlich erstunken und erlogen beschreibt dieser Bericht einen jeden Einsatztag des Sicherheitsdienstes (auch solche, wo er entweder nicht anwesend war oder trotz hochaggressiver Krawalle nicht in Erscheinung trat), wobei auf vulgäres Vokabular aus der untersten Schublade zurückgegriffen wird.

Der Park sei ein Ort des Verbrechens, wo sich einzig und allein Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren aufhalten und sich bis zur Bewüßtlosigkeit besaufen. Beobachtungen des Sicherheitsdienstes lassen auch das Jugendzentrum nicht aus. So wird über regelmäßige "angekündigte Veranstaltungen" im Juz sowohl freitags als auch samstags berichtet, wobei diese immer dann ausfielen, wenn im Schloßpark ausnahmsweise mal keine 250(!) randalierenden Jugendlichen, die sich "gegenseitig kreischend an den Haaren ans Wasser [zogen] oder komatös auf dem Rasen" lagen, zu Gange waren.

Uninformierte Leser dieser Darstellungen müssen nicht nur davon ausgehen, daß der Schloßpark allabendlich zu einem Schlachtfeld drogenabhängiger Kiddies wird, die "überall im Park [...] Notdurft verrichten [...] und sich alle Mühe geben, die Gäste [des Schloßrestaurants] zu stören", sondern auch, daß das Gros dieser Randale in einem direkten Zusammenhang mit dem JUZ steht.

Datiert ist dieser Brief im Übrigen vom 01.06., dem Tag, an dem das Gespräch zwischen den Parknutzern und u.a. Herrn Machill stattfand.

01.06.05 - Gespräch zwischen Parknutzern und dem Bürgermeister
Am 01.06.05 fand ein Gespräch zwischen betroffenen Schloßparknutzern, Bürgermeister Palm, Herrn Kraske (Kulturamtsleiter), Herrn Machill (Chef des Sicherheitsdienstes), einem Anwohner sowie zwei Mitgliedern der "Freunde des Schlosses" statt. Ziel sollte es eigentlich sein, gemeinsam nach Lösungen für das momentane Schloßpark-"Problem" zu suchen. Leider entwickelte sich die Gesprächsrunde zu einer reinen Farce. Bürgermeister Palm und Herr Machill vom Sicherheitsdienst eröffneten die Gesprächsrunde mit Schuldzuweisungen mir gegenüber, daß ich mit meiner Seite (gemeint war diese Seite hier) zu sinnloser Gewalt und Randale im Schloßpark aufrufe und dazu auffordere, extra des Sicherheitsdienstes wegen den Park zu bevölkern um denen gehörig die Meinung zu sagen! Bevor ich am 13.5. angefangen habe, an dieser Stelle über die Vorkommnisse im Schloßpark zu berichten, sei es zu keinerlei Zwischenfällen gekommen.

Die Unsachlichkeiten des Bürgermeisters und des Chefs des Sicherheitsdienstes prägten das Gespräch, einzig die "Freunde des Schlosses" und die Jugendlichen kamen sich auf der sachlichen Ebene näher. Hier kristallisierten sich zwei Probleme heraus: erstens die Unmengen an Müll und zweitens einzelne Parkbesucher, die durch Straftaten die Mehrheit der friedlichen Nutzer in ein schlechtes Licht rücken. Während Herr Kraske, Herr Palm und Herr Machill die Situation so darstellten, als würde der Park jedes Wochenende mit ca. 250 randalierenden, pöbelnden und saufenden Jugendlichen bevölkert und dazu vom Hausmeister des Schlosses geschossene Bilder herumreichten, auf denen sowohl die Verschmutzung des Parks, als auch überquellende Mülleimer gezeigt wurden, wurde von der immer wiederkehrenden Randale berichtet, die aber an keinerlei Beispielen belegt wurde. Auf Nachfrage, welche Randale genau gemeint sei, antwortete Herr Kraske, er meine die Randale im Allgemeinen. Hierzu wurden Bilder von einem umgestürzten Blumenkübel und einer eingeschlagenen / -geschossenen Scheibe des Schlosses gezeigt, welche am vergangenen Samstag zu Bruch gegangen ist. Wir Parknutzer distanzierten uns ausdrücklich von diesen Bildern und machten deutlich, daß auch wir die Zerstörung von Schloß oder Parkgegenständen ablehnen.

Die Situation eskalierte, als Herr Palm auf meine Frage, ob er denn vor der Beauftragung des Sicherheitsdienstes jemals selber das Gespräch mit den abendlichen Parknutzern im Schloßpark gesucht habe, explodierte und mit einem Schwall von beleidigenden Beschimpfungen und Statements versuchte, diese Frage nicht sachlich zu beantworten. Er sei regelmäßig im Schloßpark und ich möge diese "miesen, fiesen und niederträchtigen" Unterstellungen unterlassen. Ohne jeglichen Bezug zu der von mir gestellten Frage traten Beschimpfungen auf einem Niveau zu Tage, das zumindest von den Jugendlichen niemand von einem Bürgermeister - erst recht nicht während eines informellen Gesprächskreises zur gemeinsamen Lösung eines Problems - erwartet hatte und nach Beendigung der Gesprächsrunde als "katastrophale Darstellung" gewürdigt wurde.

Letztendlich konnte man sich darauf verständigen, auf einer einzuberufenden Jugendversammlung am 15.6. alle interessierten Schloßparknutzer, die Verwaltung und die Freunde des Schlosses an einen Tisch zu bringen, um über die Erstellung einer Nutzungssatzung zur Zufriedenheit beider Interessengruppen zu beratschlagen.

28.05.05 - Kein Sicherheitsdienst trotz Veranstaltung im Schloß
Vielleicht benötigen Dienstanweisungen nicht nur innerhalb des Rathauses, sondern auch zwischen Rathaus und beauftragten Unternehmen für gewöhnlich etwas länger, jedenfalls war der gestrige Abend wieder von "Normalität" geprägt. Am bisher wärmsten Abend des Jahres eroberten rund 80 meist junge Besucher den Schloßpark, und obwohl im benachbarten Schloß eine Veranstaltung stattfand, trat weder der Sicherheistdienst in Erscheinung, noch kam es zu irgendwelchen Anfeindungen zwischen den Parknutzern und den Veranstaltungsbesuchern. Selbst weit nach Mitternacht befanden sich noch rund 30 junge Besucher gemütlich zusammensitzend oder volleyballspielend im Park. Einen besseren Beweis dafür, daß die von der Reinbeker Verwaltung beschworenen "Krawalle" eine seltene Ausnahme sind.

Einzige Schattenseite: nicht alle Gruppen waren so vernünftig, selber Mülltüten mitzunehmen, sodaß etliche leere Flaschen und sonstiger Müll im Park liegengeblieben sind. Allerdings werden immer wieder von den abendlichen Besuchern mehr Mülleimer gewünscht, und die vorhandenen waren bereits hoffnungslos überfüllt.

26.05.05 - JUZ durch rücksichtslose Parkbesucher gefährdet
Nicht einmal eine Woche nachdem einige hauptsächlich jugendliche Schloßparknutzer durch Mutwilliges In-den-Mühlenteich-Schmeißen von Flaschen und sonstigem Müll negativ aufgefallen sind, gibt es die ersten Beschwerden gegenüber dem neben dem Schloß gelegenen Jugendzentrum. Aus diesem Grund ruft das Juz-Team Euch zu recht dazu auf, dies in Zukunft zu unterlassen:

Zerstörungen und Verschmutzungen im oder am Schlosspark sind nicht Bestandteil unseres Daseins und Handelns. Wir lehnen dies ab und bitten die Betreffenden diesen Mist sofort zu unterlassen.
Wir sehen die Arbeit und den derzeitigen Bestand des JUZ'es durch einige Jugendliche gefährdet und nehmen dies nicht kommentarlos hin.
Schmeißt Euren Müll in die Eimer oder nehmt ihn wieder mit. Flaschen gehören nicht in den Teich!!!
Es lebe die Jugend
das JUZ-Team


Bitte nehmt Euch diesen Aufruf zu Herzen, denn die Diskussion, das Juz zu schließen, flammt gerade wieder auf. Und es gibt in Reinbek keine andere Location, in der es die möglichkeit gibt, so kostengünstig Parties zu feiern wie dort.

21.05.05 - Bürgermeister hält Zusagen nicht ein!
Trotz Zusagen des Reinbeker Bürgermeisters Detlef Palm am Dienstag, dem 17.05.05, im Hauptaussschuß als auch gegenüber der Bergedorfer Zeitung ist der Sicherheitsdienst im Schloßpark innerhalb der drei Tage nicht davon in Kenntnis gesetzt worden, niemanden des Schloßparks zu verweisen. Am gestrigen Freitag, dem 20.05.05, trat der Sicherheitsdienst erneut in Aktion und verwies mehrere Besucher des Schloßparks, welche sich nach Aussagen des Sicherheitsdienstes im großen und ganzen friedlich verhalten haben. Etwa zwei Stunden vor Eintreffen des Sicherheitsdienstes sei die Alarmanlage des Schlosses vermutlich durch mutwilliges Rütteln an der Hintertür ausgelöst worden, ansonsten seien einige Besucher des Schloßparks durch lautes Grölen aufgefallen - nichts Rechtswidriges. Die Anweisung des Bürgermeisters laute immer noch, Gruppen von mehreren Personen freundlich des Parks zu verweisen. Auch tritt das Security-Team nicht, wie vom Bürgermeister geschildert, zu zweit, sondern zu viert auf, mit dabei ein Rottweiler (ein sehr lieber Hund, gerade Mutter geworden) und ein Deutscher Schäferhund (ebenfalls ein sehr friedliches und liebes Tier!). Die Behauptung, dieser Sicherheitsdienst patroulliere bereits seit zwei Jahren, ist definitiv erlogen, die Angestellten dieses Sicherheitsdienstes wurden erst dieses Jahr für den Patroulliedienst jeden Freitag und Samstag im Schloßpark beauftragt.

Trotz dieser Lügengeschichten unseres Bürgermeisters: Wenn Ihr es in Zukunft nicht unterlaßt, Euren Müll (Flaschen, Eisteepackungen, ganze Bierkisten) im Mühlenteich zu versenken, dann werdet Ihr mit dafür sorgen, daß auch ich bald keine Argumente gegen ein abendliches Aufenthaltsverbot im Schloßpark mehr vorzubringen habe!


20.05.05 - Artikel in der Bergedorfer Zeitung
In ihrer heutigen Ausgabe schreibt die Bergedorfer Zeitung über den Wachdienst im Schloßpark und unterstellt den abendlichen Nutzern, dort Unruhe zu stiften. "Flammen jetzt die Unruhen im Schloßpark wieder auf?", fragt der Artikel. Weiter heißt es dort, daß "zwei Mitglieder eines privaten Wachdienstes und die Polizei gegen 23 Uhr eine Versammlung einiger Jugendlicher auflösten" und daß die Polizei bestätigte, "daß die Versammlung am vergangenen Freitag friedlich und ohne Randale aufgelöst worden sei".

Gleichzeitig ist hier allerdings auch zu lesen, daß der Vorfall vom letzten Freitag auch in den Reihen der Politik auf Unverständnis stößt. Bürgermeister Delef Palm wird mit den Worten zitiert, daß die Stadt "die traditionelle, seit Jahrzehnten bestehende Nutzung des Schloßparks nicht unterbinden [will]. Wir wollen keine Jugendlichen dort vergraulen, lassen sie auch nach Anbruch der Dunkelheit dort."

Über die offensichtlich nicht vorhandene rechtliche Grundlage berichtet der Artikel leider nicht.

17.05.05 - Sitzung des Hauptausschusses Auf der Sitzung des Hauptausschusses, auf dem in der kommunalpolitischen Fragestunde das Thema "Security im Schloßpark" und damit verbundenen Verweisen nach Einbruch der Dunkelheit angesprochen wurde, wurde erklärt, daß der Schloß-Reinbek-Ausschuß den Bürgermeister beauftragt habe, einen Sicherheitsdienst für das Schloß und den Schloßpark zu beauftragen. Bereits seit letztem Jahr soll es den Wachdienst bereits geben, wobei sich die Kosten lediglich auf etwa 500,-€ und nicht, wie von mir vermutet, 5.000,-€ monatlich belaufen sollen. Laut Bürgermeister Palm soll es jedoch n i c h t Aufgabe des Wachdienstes sein, Besucher aus dem Park zu verweisen (es sei denn, sie verhalten sich dort unmöglich). Zu der rechtlichen Seite bezüglich einer nicht vorhandenen Nutzungssatzung wollte er sich jedoch nicht äußern.

Anfang Juni wird es ein Gespräch zwischen betroffenen Jugendlichen und unserem Bürgermeister geben, an dem auch Vertreter des Schloß-Reinbek-Ausschusses und des Security-Dienstes teilnehmen sollen. Bürgermeister Detlef Palm wird bereits vorher versuchen, den Sicherheitsdienst anzuweisen, Euch nicht mehr aus dem Schloßpark zu vertreiben.

17.05.05 - Ratlosigkeit im Rathaus
Nach mehreren Gesprächen im Reinbeker Rathaus am heutigen Vormittag hat sich die Vermutung erhärtet, daß der Bürgermeister die Räumung des Schloßparks allein entschieden hat, ohne die betreffenden Ämter davon in Kenntnis zu setzen. Eine rechtliche Grundlage, Besucher des Schloßparks zu verweisen, existiert definitiv nicht. Die Ausgaben für den Sicherheitsdienst sind von Seiten der Politik nicht genehmigt worden; ebenfalls ist das zuständige politische Gremium (Jugend-, Sport- und Kulturausschuß) nie über die Einrichtung eines Sicherheitsdienstes informiert worden und hat sich bisher einstimmig gegen eine Nutzungssatzung und damit verbundene Vertreibung aus dem Schloßpark ausgesprochen.

13.05.05 - Neuer Sicherheitsdienst im Schloßpark Seit diesem Wochenende (13.05.05) gibt es einen Sicherheitsdienst rund um das Reinbeker Schloß, welcher im Auftrag des Reinbeker Bürgermeisters, Detlef Palm (SPD), dafür sorgen soll, daß sich nach Anbruch der Dunkelheit niemand mehr im Schloßpark aufhält. Bezahlt wird dieser Sicherheitsdienst von der Stadt Reinbek.
Eine Grundlage hierfür gibt es nicht, es handelt sich hier scheinbar um ein eigenmächtiges Handeln des Bürgermeisters. Die Grundlage für einen Verweis aus dem Schloßpark muß ansich eine sog. "Nutzungssatzung", welche von der Politik beschlossen werden müßte, sein. Diese gibt es jedoch nach wie vor n i c h t und ist auch im letzten Jahr einstimmig von der Politik abgelehnt worden.

Bitte nehmt dieses Verhalten unseres Bürgermeisters nicht tatenlos hin, weist die "Security" freundlich (!) darauf hin, daß Ihr entweder (a) die Nutzungssatzung für die öffentlichen Grünflächen Reinbeks oder des Reinbeker Schloßparks (gibt es nicht!) einsehen möchtet oder (b) die schriftliche Anweisung des Bürgermeisters vorgelegt bekommen möchtet. Kann Euch dies nicht ermöglicht werden, so wendet Euch bitte umgehend an den Bürgermeister der Stadt Reinbek, Detlef Palm, im Reinbeker Rathaus und bittet um Aufklärung über die Grundlage seines Handelns.

CHRONIK

22.06.05
Erstes Treffen der Arbeitsgruppe "Schloßparkpaten". Für Freitag ist ein erster Aufklärungstag zusammen mit Bürgermeister Palm geplant.

18.06.05
Zwei größere, friedliche Gruppen wurden heute abend freundlich des Parks verwiesen.

17.06.05
Am frühen abend tummeln sich etwa 40 junge Leute im Schloßpark. Als der Sicherheitsdienst um 23 Uhr erscheint, sind es noch etwa 20 Personen, die zum baldigen Verlassen des Parks aufgefordert werden. Der Sicherheitsdienst zieht die Polizei hinzu, welche Platzverweise und Anzeigen wegen Hausfriedensbruch (Hausherr = Bürgermeister) schreibt!

15.06.05
Die Nutzerversammlung brachte Klarkheit darüber, daß der Großteil der abendlichen Parkbesucher friedlich ist. Es wurde eine Aktionsgruppe Schloßpark gegründet, die zukünftig das Gespräch mit den abendlichen Parkbesuchern suchen soll, um über die Müll- und Lärmproblematik aufzuklären.
Der Sicherheitsdienst bleibt auf jeden Fall bis Ende der Saison bestehen.

12.06.05
Aufgrund regnerischen Wetters wenig los im Schloßpark. Am Samstag war eine Privatparty im Juz, gegen Mitternnacht befanden sich eine handvoll Leute im Park. Es kam zu keinerlei Vorfällen.

03.06.05
Trotz Veranstaltung im Schloß und mehr als 50 Jugendlichen im Schloßpark alles friedlich. Der Sicherheitsdienst erscheint gegen 22:30, ohne verweisend tätig zu werden. Nach einem Gewitter befinden sich gegen Mitternacht erneut junge Reinbeker im Park, auch jetzt wird niemand des Parks verwiesen.

02.06.05
Den Reinbeker Kommunalpolitikern wird ein Bericht des Sicherheitsdienstes vorgelegt, der die Situation im Schloßpark als katastrophal und hochgradig aggressiv schildert und maßlos übertreibt. Der Bericht glänzt durch Unsachlichkeit, falschen Unterstellungen und schlechter Rechtschreibung.

01.06.05
Während einer Gesprächsrunde mit Schloßparknutzern halten Bürgermeister Palm und Sicherheitschef Machill mir vor, mit dieser Seite zu Randale und gegenwehr gegen den Sicherheitsdienst aufzurufen. Bürgermeister Palm verliert bei der Frage, ob er jemals perönlich das Gespräch mit Jugendlichen im Schloßpark gesucht habe, die Fassung und rastet aus.

Für den 15.06. wird eine Jugendver- sammlung beschlossen, bei der alle Schloßparknutzer zusammen mit Vertretern der Reinbeker Stadt- verwaltung sowie den "Freunden des Schlosses" über eine gemeinsam erarbeitete Nutzungssatzung diskutieren sollen.

28.05.05
Der bisher heißeste Tag des Jahres brachte eine kaputte Scheibe am Schloß mit sich. Offiziellen Schilderungen zufolge ausgelöst durch eine "Wodka-Flasche mit abgebrochenem Hals", bei genauerem Betrachten wäre auch ein runder Gegenstand (Ball, etc.) möglich.

27.05.05
Trotz Veranstaltung im Schloß und abendlichen Temperaturen von weit über 20°C war der Sicherheitsdienst heute nicht anwesend. Rund 80 Besucher nutzten die Gelegenheit, bis spät in die Nacht friedlich im Park zu verweilen.

22.05.05
Nach Rücksprache mit Mitgliedern des Schloß-Reinbek-Ausschusses sowie Durchsicht der Protokolle der letzten Sitzungen kristallisiert sich heraus, daß der Schloß-Reinbek-Ausschuß keinen Auftrag für die Einrichtung des Sicherheitsdienstes erteilt hat.

21.05.05
Meinem Gästebucheintrag entnehme ich, daß der Sicherheitsdienst auch diese Nacht die Leute aus dem Schloßpark vertrieben hat. Ich würde mich freuen, Euren Bericht hier veröffentlichen zu dürfen.

20.05.05
In der Bergedorfer Zeitung erscheint ein Artikel über den Wachdienst im Schloßpark. Bürgermeister Palm wird dort zitiert, daß niemand, der sich "artig" verhät, aus dem Schloßpark vertrieben werden soll.

Gegen 22 Uhr werden erneut sämtliche Parkbesucher des Parks verwiesen. Der Sicherheitsdienst erklärt, er sei erst seit diesem Jahr Himmelfahrt für die Bewachung des Schloßparks bestellt worden und habe noch immer die Aufgabe, die Nutzer des Parks freundlich aufzufordern, diesen zu verlassen.

19.05.05
Der Termin für das Gespräch wird für den 01.06. anberaumt. Neben vier bis fünf Parknutzern und Herrn Palm sollen der Kulturamtsleiter Bernd M. Kraske, Vertreter der Freunde des Schlosses sowie der Jugendbeauftragte der Stadt, Ulli Gerwe, an dem Gespräch teilnehmen.

17.05.05
Nach Recherche im Rathaus ist den zuständigen Behörden in der Stadt Reinbek von dem Sicherheitsdienst nichts bekannt. Bürgermeister Palm spricht davon, daß der Schloß-Reinbek-Ausschuß ihn beauftragt habe, den Wachdienst einzurichten und es selbigen schon seit nunmehr zwei Jahren gebe. Er sichert zu, dem Sicherheitsdienst die Anweisung zu erteilen, ab sofort niemanden, der sich im Park friedlich verhält, des Parks zu verweisen.
Es wird ein Gesprächstermin zwischen betroffenen Parknutzern und dem Bürgermeister für Anfang Juni vereinbart.

13.05.05
Der Security-Dienst tritt erstmalig in Aktion und verweist gegen 22:30 erstmals etwa 20 junge Leute des Schloßparks. Begründung: Der Bürgermeister habe dies angeordnet.


Abgebaut wegen fehlender Rechts- grundlage: Verbotsschilder

LINKS

Freunde des Schlosses
Der Verein hat sich "dem Ziel verschrieben, eine intensive Nutzung des Schlosses und des Schlossparks als ein Kultur- und Kommunikationszentrum zu fördern."


Forum21
Der Vorsitzende der Reinbeker Wählervereinigung hat eine schriftliche Anfrage bezüglich des Sicherheitsdienstes an den Bürgermeister eingereicht.