KEIN PLATZ FÜR DIE JUGEND

Ein Thema beschäftigt die Reinbeker seit über einem Jahr: Die wachsende Kluft zwischen Jung und Alt. Nachdem die Stadt Reinbek im Sommer 2002 im Rechtsstreit mit einer einzelnen Rentnerin leichtfertig einem gerichtlichen Vergleich zustimmte, den seit Jahrzehnten bestehenden Bolzplatz an der Schützenstraße so umzugestalten, daß dieser sich in seiner Ursprungsform als Bolzplatz nicht mehr nutzen läßt, kommt es immer öfter zu unnachvollziehbaren Entscheidungen, der Jugend das Leben schwer zu machen.

So wurde eine von der Politik beschlossene Ausgleichsfläche für den verlorengegangenen Bolzplatz nach übereinem Jahr noch immer nicht umgesetzt, stattdessen allerdings in der letzten Sitzung des Jugend-, Sport- und Kulturausschusses ein neues Gutachten für den geplanten Bolzplatz vorgelegt, welches die Errichtung eines 7,15m (!) hohen Lärmschutzwalles festlegt. In den Sommerferien hatte das Reinbeker Freizeitbad geschlossen, der Tonteich sehr eingeschränkte Öffnungszeiten und war der Bolzplatz in Hinschendorf (Schaumanns Kamp) gesperrt.



Bolzplatz Schützenstraße nach dem Umbau


Bolzplatz Schützenstraße nach dem Umbau

Weiterhin gibt es nach wie vor Klagen gegen die Erweiterung der Skateanlage an der Haidkrugchaussee in Neuschönningstedt und Probleme mit dem Sportverein in Ohe, welcher sich durch die Existenz eines Bauwagens als Jugendtreff bedroht fühlt. Zu allem Überfluß wurde von der Verwaltung (Kulturamtsleiter und Bürgermeister) eine Presseerklärung zum Schloßpark verfaßt.

Dies habe ich zum Anlaß genommen, in einer e-Mail an die öffentlichen e-Mail-Adressen der Stadt nachzufragen, wo sich in Reinbek Kinder, Jugendliche und geistig jung gebliebene Erwachsene wochentags nach 20 Uhr und an Wochenenden ganztägig aufhalten dürfen, ohne zu stören. Die Antwort ist ernüchternd eindeutig: Selbst auf gezielte Nachfrage vier Wochen später im Jugend-, Sport- und Kulturausschuß gab es absolut KEINE Antwort.