Didi auf der CeBit

CeBit 1998


Didi

HVV-Rallye Uni Hamburg, 2003


Didi

2003


Didi

Ferienprogramm 2002: Segelfliegen


Didi

Ferienprogramm 2002: Segelfliegen


Es war einer dieser Tage im Sommer 1975, da trafen sich ein Mann und eine Frau. Wo ist eigentlich egal, warum erst recht. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie kam es dann zu einem verheerenden Ereignis: dem Tausch von Körperflüssigkeiten.

9 Monate später folgte dann die Strafe (zumindest für die Frau, denn der Mann hatte sich bis dahin klammheimlich aus dem Staub gemacht): Am 26.03.1976, mitten in der Nacht, war ich plötzlich da. Das muß für die Frau sehr schrecklich gewesen sein, denn sie wollte mich unbedingt wieder loswerden. So landete ich im Kinderheim.

Doch nach nur 9 Monaten (welch Zufall) wollte mich dort auch keiner mehr haben. Zum Glück kamen am 25.11.1976 ein Mann und eine Frau vorbei, die mich sofort vom Fleck weg adoptiert haben. Von da an lebte ich mit meinen (neuen) Eltern glücklich in einer kleinen Wohnung in Hamburg. Aber auch dort wollte man mich anscheinend nicht lange haben, denn bereits 1977 haben mich meine Eltern in ein schnuckeliges Reihenhaus nach Reinbek verschleppt. Seit dem wohne ich hier.

Auch unsere Nachbarn wohnten lange hier. Die haben den ganzen Tag Klavier gespielt. Das muß noch nerviger gewesen sein als ich, jedenfalls hat meine Mutter mich noch nie mit einem Nudelholz verprügeln wollen... . Die Nachbarn sind zum Glück irgendwann ausgezogen. 1982 wurde ich dann wieder in eine Anstalt gesperrt. Die nannte sich Lehranstalt, heutzutage auch Grundschule genannt. Zuerst fand ich das ganze ja noch lustig, aber als meine Eltern mit mir schimpften, weil ich ja immer so schlechte Zensuren mit nach Hause brachte begriff ich, daß mich dort wohl auch keiner haben wollte. So entschloß ich mich, vier Jahre später die Anstalt zu wechseln und landete auf dem Sachsenwaldgymnasium in Reinbek.

Meine Klasse war eigentlich ganz nett, nur meine Lehrer mochten mich nicht so gerne. Jedenfalls meinten sie, die sieben sei eine schöne Zahl. Deshalb durfte ich diese Klassenstufe auch gleich noch einmal wiederholen, was ich anfänglich sehr doof fand.

Das Schulleben plätscherte von nun an so vor sich hin und ich dachte, man hätte sich bereits an mich gewöhnt. Doch zu Beginn der 11.Klasse wollte mich im Französischkurs keiner haben und so wurde ich da rausgewählt. Und in dem Kurs wurde ich dann noch viel schlechter. Jetzt kann ich kein Französisch mehr, was mir aber auch gar nichts ausmacht.

Mathematik war ebenfalls nie meine Stärke. Und als mir mein Lehrer und Schulleiter auch noch von Dreiecken erzählte, die irgendwo da oben im Raum schwebten, war auch dieses Fach für mich gestorben. Trotzdem habe ich den Physik-LK behalten und 1996 irgendwie mein Abitur gemacht.

Gleich darauf sollte ich zur Bundeswehr. Das war das erste Mal, daß mich jemand haben wollte. Leider wollte ich nicht und so wurde ich als Zivildienstleistender in die Kinderwohngemeinschaft nach Ahrensburg versetzt und durfte dort Kinder ärgern, was ich auch sehr gerne getan habe. 1997 begann ich eine Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann und konnte dort meine Vorgesetzten nerven. Auch wurde ich wieder in eine Anstalt gesteckt, die zweitschlimmste ihrer Art, die ich bisher gesehen habe: die Berufsschule. Zum Glück konnte ich nach zweieinhalb Jahren flüchten und habe nun im Oktober 2000 angefangen, an der Universität Hamburg Englisch und Erdkunde zu studieren.