Täbyplatz bald großer Parkplatz?

Seit Jahren dauern die Verhandlungen um die Neugestaltung des Täbyplatzes schon an, im Bauausschuß am 04.04.2006 sollte nun der sog. "Städtebauliche Vertrag" zwischen Investor und Stadt zum Abschluß kommen. Doch wieder gab es erhebliche Unterschiede in den Vorstellungen von Politik und Investor. Die Politik hat hierbei die schwierigste Rolle: Sie muß einen Weg für die Neugestaltung finden, die sowohl den Wünschen des Investors als auch der Belange der Bürger, Schulkinder und Eltern entspricht. Eine Neugestaltung muß sein, da sind sich alle einig, und die Schulwege müssen sicher sein. Doch dies sind zwei Punkte, die bei den aktuellen Planungen zum Großparkplatz auf dem Täbyplatz nicht vereinbar sind. Zu der Parkplatzproblematik kommt eine vom Investor geforderte Überfahrt vom bestehenden Parkplatz an der Klosterbergenstraße auf den Täbyplatz hinzu. Hier sollen nach vagen Annäherunmgsversuchen der Politik Poller oder Schranken die Durchfahrt zu Schulbeginn und -schluß sowie in den Abend- und Nachtstunden unterbinden, eine Lösung, die für den Investor nicht in Frage komme.

Schulsportanlage soll Parkplätzen weichen

Neben den Parkplätzen auf dem Täbyplatz möchte der Investor zusätzliche Parkplätze schaffen, indem er einen Teil des Grundstücks der Grundschule Klosterbergen ebenfalls zu Parkplätzen umbaut. Hier hatte die Schule bereits Anfang des Jahres unter der Bedingung zugestimmt, daß der Investor als Gegenleistung die marode Sprunganlage und Laufbahn der Schule erneuert.
Hier stellte sich erst nach Aushandlung des fast unterschriftsreifen sog. "städtebaulichen vertrages" heraus, daß sich die Sprunganlage und die Laufbahn eingequetscht zwischen einer 1,50m hohen Emissionsschutzwand und der Wand der Schulsporthalle befinden würde - für die Schule und die Kinder nicht hinnehmbar, und auch aus Sicherheitsrechtlichen Gründen nicht machbar.
Neue Planungen sehen nun vor, die Sportanlage auf die Südseite der Schule zu verlegen. Diese Variante wird sowohl von der Schule als auch vom TREFF, vor dessen Front die neue Anlage entstünde, befürwortet. Aufgrund hierfür notwendiger umfangreicherer Bodenarbeiten wird diese Variante jedoch teurer - auch dies kommt für den Investor offenbar nicht in Frage.
Eine Lösung muß gefunden werden, soviel steht fest. Aber auch der Charme des Platzes als Stadtteilplatz sollte in meinen Augen erhalten bleiben. Der Investor hatte von Anfang an kein wirkliches Interesse an der Neugestaltung seiner Immobilie gezeigt, und den Kommentaren, die er während der Sitzung in einer der hinteren Reihen von sich gab, lä&stzlig;t sich entnehmen, daß er ob der aktuell getroffenen Änderungen (Absperrung der Durchfahrt während der Schulzeit, Wegfall von zwei Parkplätzen zwecks mehr Übersichtlichkeit für Fußgänger und Radfahrer, Einbahnstraßenregelung, um Durchgangsverkehr Klosterbergen - Berliner Straße zu vermeiden, Verlegung der Schulsportanlage, etc.) von der Neugestaltug des Einkaufszentrums Abstand nehmen wird.