BOLZPLATZ SCHAUMANNS KAMP BLEIBT UNVERÄNDERT ERHALTEN

Ein weiterer Tagesordnungspunkt auf dem letzten Jugend-, Sport- und Kulturausschuß betraf den Bolzplatz Schaumanns Kamp Kehre (Hinschendorf), wo es bereits Anfang des Jahres erneut zu Anwohnerbeschwerden bezüglich umherfliegender Bälle, zerstörter Blümchen und fußballspielender Väter am Sonntag gekommen war. Die Verwaltung wurde daraufhin gebeten, einen Kostenvoranschlag für die Übernetzung des Platzes gegen umherfliegende Bälle einzuholen mit dem Ergebnis, daß die Überntzung knapp 45.000€ kosten würde (zum Vergleich: Die Neuerrichtung des Bolzkäfigs auf der Schwimmbadwiese kostete 35.000€). Zu viel für die bankrotte Stadt, entschieden die Politiker, woraufhin eine etwas kontroverse Diskussion entbrannte:

SPD und CDU kamen überraschender Weise mit dem Vorschlag, die bisherigen "normalen" Tore durch Kleinfeldtore analog des Bolzplatzes Schützenstraße zu ersetzen, um den Platz für Jugendliche unattraktiv zu machen. Die anwesenden Anwohner fanden diesen Vorschlag sehr lobenswert, da dann dort keine Lohbrügger mehr zum Spielen kämen. Daß der Lärm trotzdem bleibe störe sie dabei nicht. (???)

Ulli Gerwe, Jugendbeauftragter der Stadt Reinbek, sprach sich darauf eindeutig gegen eine Veränderung der jetzigen Situation des Bolzplatzes, der im Übrigen seit Ende letzten Jahres sogar planungsrechtlich gesichert ist, aus. Die Erfahrung an der Schützenstraße habe gezeigt, daß auch ein Jahr nach Umgestaltung noch immer massenweise Proteste von Jugendlichen und auch von kindern kämen, die diesen Platz mit seinen Kleinsttoren als unbespielbar bezeichnen. Auf der letzten Versammlung bezüglich der Neugestaltung des Spielplatzes sprachen sich sogar rund 30 Anwohner des Bolzplatzes Schützenstraße für einen Wiederaufbau der großen Tore aus. Kleinsttore würden "die Attraktivität des Platzes für ALLE Nutzergruppen vermindern", wobei Jugendliche die Bälle trotzdem über den Zaun kicken könnten.

Die GRÜNEN sprachen sich gegen den Tausch der großen Tore gegen Kleinfeldtore aus, da die Jugendlichen dann eher den Zaun treffen als die Tore, was eine der Hauptlärmquellen sei. FORUM21 wehrte sich ebenfalls vehement gegen eine Umgestaltung des Bolzplatzes, da es nicht sein könne, daß wir die Attraktivität ALLER Bolzplätze auf ein Minimum setzen. Von der FDP kam dann letztlich sogar der Antrag, die Löcher im vorhandenen Zaun zu flicken, was einstimmig angenommen wurde.

FAZIT: Der Bolzplatz bleibt in seiner jetzigen Form bestehen und die Löcher im Zaun werden geflickt.