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PROTEST ERFOLGREICH: BUSLINIE 136 WIEDER DURCH HINSCHENDORF Der Sitzungssaal des Reinbeker Rathauses war bis auf den letzten Platz mit aufgebrachten Bürgern belegt, als letzte Woche der Finanzausschuß eine Sondersitzung zum Thema Busfahrtenangebot im Stadtteil Hinschendorf einberufen hatte. Auslöser war der Kreis Stormarn, in Reinbek zuständig für die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs, der zusammen mit dem HVV die momentan unbefriedigende Situation in Hinschendorf (siehe Artikel vom 05.01.2005) verbessern wollte. Die etwa 120 meist Hinschendorfer BürgerInnen machten dann in der Kommunalpolitischen Fragestunde über eine Stunde lang ihrem Unmut darüber Luft, daß die Buslinie 136, welche seit über 38 Jahren den Stadtteil mit Reinbek und vor allem mit Bergedorf verbindet, den Wohnwert der Siedlung massiv mitgeprägt habe und gerade für viele Ältere Einwohner des Statteils sowie für berufstätige Pendler und Schüler die neue Situation unzumutbar sei. Der HVV stellte dann ein Konzept vor, nachdem die Umsteigesituation am Täbyplatz verbessert werden solle, und bot den Hinschendorfern an, den statt der Buslinie 237 eine neue Buslinie durch die Schleife zu schicken, die dann von Reinbek kommend zum U-Bahnhof Steinfurther Allee fahren sollte. Auf den Einwand aus dem Publikum hin, die Hinschendorfer wollen nicht nach Billstedt, sondern nach bergedorf, antwortete Herr Kruse vom HVV lapidar, das interessiere ihn nicht. Nachdem die BürgerInnen unmißverständlich klargemacht hatten, wie wichtig ihnen die direkte Verbindung nach Bergedorf mit dem "alten" 136er ist, gab es im Ausschuß eine hitzige Debatte über die Zukunft der Anbindung des Ortsteils. FDP, FORUM21 und die GRÜNEN waren dabei die Einzigen, die für eine Wiedereinführung der Buslinie 136 nach dem Status Quo von vor dem Fahrplanwechsel votierten und hierfür auch bereit waren, die von der Stadt zu bezahlenden Mehrkosten von 46.000,-€ wieder in den Haushalt einzustellen. Die CDU kam mit einem eigenen Antrag, der eine weitere, für die anwesenden HinschendorferInnen nicht annehmbare Lösung vorsah. Die SPD drängte darauf, daß ihnen das alles egal sei und ausschließlich der Kreis das Sagen habe. Nach knapp zwei Stunden Verhandlungszeit konnten sich die Politiker der Stadt Reinbek, der Vertreter des Kreises Stormarn sowie die Vertreter von HVV und VHH darauf einigen, ab dem Sommerfahrplan 2005 die Buslinie 136 wieder wie gehabt die Schleife durch Hinschendorf bedienen zu lassen. Der Bus soll dann zukünftig alle Stunde in beiden Richtungen die Schleife bedienen und in den Hauptverkehrszeiten von 06:00 bis 08:00 sowie von 16:30 bis 18:00 zu einem 20-Minuten-Takt verdichtet werden. Diese Lösung ist für viele Hinschendorfer zwar nicht ideal, aber angesichts knapper Kassen durchaus akzeptabel. |
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